Freitag, 16. Dezember 2022

Éric Rohmer : Cuento de otoño y de primavera (del ciclo Contes des quatre saisons.)

  

Escena de "Cuento de otoño"


El cine de Rohmer debiera de ser visto en su integridad. Tiene mucho para mostrar y enseñar – sobre cine y sobre la vida. Pido disculpas por no haber encontrado aquí la síntesis que me proponía. Tampoco la correcta ordenación del material informativo adecuado. Quizás pueda suplir algunas falencias cuando mi PC haya recibido las reparaciones que necesita.- ch

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Conte d'automne est un film français réalisé par Éric Rohmer sorti en 1998. Il fait partie du cycle des Contes des quatre saisons.

Magali est viticultrice dans la Drôme, veuve depuis cinq ans. Son fils a une petite amie, Rosine, avec qui elle s’entend très bien. Son amie d’enfance Isabelle met une annonce dans un journal de rencontres. Elle rencontre trois fois Gérald avant de lui avouer qu’elle est mariée et heureuse, et qu’elle souhaiterait lui présenter son amie Magali. Pendant ce temps, Rosine prépare le terrain pour lui faire rencontrer son ex-prof de philosophie et amant, Étienne. Les rencontres s’effectueront lors de la fête de mariage de la fille d’Isabelle. Il y aura peu d’atomes crochus entre Étienne (qui préfère les jeunes) et Magali, en revanche entre elle et Gérald le courant passe. Le temps d’effacer les non-dits entre elle et Isabelle, tout est bien parti.

·         Réalisation et scénario : Éric Rohmer

La Drôme, es un departamento de Francia, en la región de Auvernia-Ródano-Alpes. La capital es Valence. Le da nombre el río homónimo.

·         Roles:  Marie Rivière : Isabelle

·         Béatrice Romand : Magali

·         Alain Libolt : Gérald

·         Didier Sandre : Étienne

·         Alexia Portal : Rosine

·         Stéphane Darmon : Léo

·         Aurélia Alcaïs : Émilia

·         Matthieu Davette : Grégoire

·         Yves Alcaïs : Jean-Jacques

Nada se parece más a una película de Rohmer que otra película de Rohmer. Ésta, último de los cuentos dedicados a las cuatro estaciones, es una muestra depurada de su estilo: desamores en la edad madura, jovencitas con vocación de casamenteras y una bella localización -una casa de campo en el mediodía francés- que es a la vez paisaje moral y sentimental de la historia. Una nueva demostración de la frescura y capacidad de seducción del maestro galo a los 78 años de edad.

Daniel Andreas: FilmAffinity

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Magali, viticultrice de 45 ans, se sent isolée dans sa campagne depuis que son fils et sa fille sont partis. Une de ses amies, Isabelle, lui cherche à son insu un mari à l’aide de petites annonces. D’autre part, Rosine, la petite amie de son fils, veut lui présenter son ancien professeur de philosophie, Etienne, avec qui elle a eu une liaison. C’est au mariage de la fille d’Isabelle que les deux hommes doivent lui être présentés. Etienne déplait d’emblée à Magali, sans rien connaître des manœuvres de son amie, elle est tout de suite attirée par l’homme de l’annonce : Gérald.

Isabelle möchte ihre alleinstehende Freundin Magali dazu überreden, eine Kontaktanzeige zu schalten. Da diese aber Kontaktanzeigen absolut ablehnt, gibt Isabelle an ihrer Stelle die Anzeige auf. Sie trifft sich mit Gérald, der auf die Anzeige geantwortet hat. Nach dem zweiten Treffen gesteht Isabelle ihm, dass sie ihn angelogen hat und einen Partner für Magali sucht...

Magali, eine Winzerin im Ardèche-Gebiet, diskutiert mit ihrer Freundin Isabelle, einer verheirateten Buchhändlerin, oft über die Vor- und Nachteile des Landlebens. Magali ist Witwe und hat einen Sohn und eine Tochter. Da sie auf dem Land lebt, gibt es kaum Gelegenheiten für sie, einen neuen Mann kennenzulernen.

Rosine, die Freundin von Magalis Sohn Léo, ist zwischen zwei Männern hin- und hergerissen: Étienne, ihrem ehemaligen Philosophielehrer aus dem Gymnasium, und Léo. Sie möchte – aber vielleicht glaubt sie selbst nicht so ganz an diese Idee –, dass Étienne Magali heiratet und mit ihr nur noch eine platonische Beziehung führt.

Isabelle hingegen möchte Magali dazu überreden, eine Kontaktanzeige zu schalten. Da sie Kontaktanzeigen absolut ablehnt, gibt Isabelle an ihrer Stelle die Anzeige auf. Sie trifft sich mit Gérald, der auf die Anzeige geantwortet hat. Bei ihrem dritten Treffen macht Isabelle ihn darauf aufmerksam, dass sie ihn angelogen hat und einen Partner für Magali sucht, von der sie Gérald Fotos zeigt.

Die Dinge klären sich auf der Hochzeitsparty von Isabelles Tochter, zu der Rosine Étienne mitbringt und zu der Isabelle Gérald eingeladen hat. Gérald kommt mit Magali ins Gespräch, Étienne dagegen wirkt eher deplatziert, und so endet sein Abend, wie er begonnen hat – im Auto mit Rosine. Da Léo Magalis Wagen ausgeborgt hat, schlägt Isabelle rasch vor, dass Gérald Magali doch nach Hause fahren könne. Während der Fahrt kommt Magali auf den Gedanken, dass Isabelle dieses Treffen eingefädelt haben könnte, und so bittet sie Gérald, sie nur bis zum nächsten Bahnhof zu fahren. Von dort aber nimmt sie ein Taxi zurück zu Isabelles Party und stellt ihre Freundin zur Rede. Isabelle gesteht Magali die Sache mit der Anzeige und sagt ihr, dass sie einen sehr guten Eindruck von Gérald habe. Inzwischen ist auch er, Gérald, zur Party zurückgekehrt. Beide erkennen ihr Glück. Aber, vertraut Magali ihrer Freundin an, am Abend dieses Tages fühle sie sich nicht mehr in der Stimmung, einen Mann zu verführen. Sie lädt Gérald zur Reboule ein, dem Fest nach der Weinernte.

Hintergrund

Herbstgeschichte ist der vierte und abschließende Teil von Rohmers Filmzyklus Erzählungen der vier Jahreszeiten (Contes des quatre saisons), dem die Filme Frühlingserzählung (Conte de printemps, 1990), Wintermärchen (Conte d’hiver, 1992) und Sommer (Conte d'été, 1996) vorangegangen waren. Eine besondere Verwandtschaft sah Rohmer insbesondere zwischen dem ersten und dem vierten Film, die beide um Machenschaften und Intrigen kreisen. In Herbstgeschichte ist dies einerseits die erfolgreiche Intrige, mit der Isabelle ihre Freundin Magali und Gérald verkuppelt, andererseits die fehlgeschlagene Intrige von Rosine, die gleiches mit Magali und ihrem Philosophielehrer Étienne versucht. Antoine de Baecque und Noël Herpe sehen den Film als Parabel auf Rohmers Art, Filme zu machen: Wie die Intrige von Isabelle im Unterschied zu jener von Rosalie ist auch ein Film nur dann erfolgreich, wenn sich der Regisseur weitgehend zurücknimmt, seine eigenen Wünsche hintenanstellt und bereit ist, die Kontrolle über seine Figuren aufzugeben und zuzulassen, dass sich die Realität (zumindest eine scheinbare) vor seine Absichten schiebt.

Im Unterschied zu Frühlingserzählung ist Herbstgeschichte die deutlich leichtere Komödie, deren vorübergehende Missverständnisse und Trennungen am Schluss in einem Happy End aufgelöst werden. Sie erinnert an das klassische Genre der Comédie d’intrigue. Erste Entwürfe des Szenarios reichen zurück ins Jahr 1992. Ursprünglich war Isabelles Charakter ambivalenter gezeichnet, zwiegespalten zwischen einer fröhlichen äußeren Erscheinung und inneren Ängsten. Rohmer wollte auch eine vergangene Beziehung Magalis einbauen, verwarf den Gedanken jedoch wegen der Nähe zur Ausgangssituation von Wintermärchen. Am Ende strich er alle überflüssigen Komplikationen zusammen und behielt nur einen möglichst einfachen und neutralen Handlungsrahmen.

Den Handlungsort fand Rohmer im Rhonetal zwischen Bourg-Saint-Andéol und Saint-Paul-Trois-Châteaux, das er aus Anlass eines lokalen Filmfestivals erkundete. Die Hochzeitsfeier drehte er im Haus der Organisatoren des Festivals. Details der Handlung entnahm er Befragungen der Anwohner, so unter anderem einer lokalen Winzerin.[3] Die beiden weiblichen Hauptrollen besetzte Rohmer mit seinen langjährigen Wegbegleiterinnen Marie Rivière und Béatrice Romand. Dabei verkehrte er die Rollen gegenüber Das grüne Leuchten (Le Rayon vert, 1986), indem dieses Mal Rivière die Intrige initiiert und Romand deren Ziel ist. Gleichzeitig invertiert Romand auch ihre Rolle der heiratswilligen Sabine aus Die schöne Hochzeit (Le beau mariage, 1982).

Rohmers besondere Form der Schauspielerführung beschrieb eine Statistin der Hochzeitsszene: „Er sagte uns: ‚Geht alle darüber‘, vage, ohne zu erklären, was wir tun sollten. Er lief hin und her, blickte von Zeit zu Zeit zur Sonne auf, schien zu träumen.“ Erst im Nachhinein stellten sie fest, dass die Kamera ohne Ankündigung angelaufen war. Rohmer hatte die Schauspieler die ganze Zeit beobachtet und sie in ihrem natürlichen Verhalten eingefangen. Auch Alexia Portal, die Darstellerin der Rosine, die bereits in einigen klassischen Rollen Erfahrung gesammelt hatte, beschwerte sich über Rohmers mangelnde Kommunikation, doch er wollte in der Schauspielerin gerade jene Verwirrung und Frustration erzeugen, die er mit der Rolle der zwischen zwei Männern unentschiedenen jungen Frau identifizierte. So verwendete er im fertigen Film auch einen Take, in dem sie ins Stottern geraten war, und eine Aufnahme, in der sie den heruntergerutschten Träger ihres BHs richtete. Rohmer kommentierte: „Das ist einer von diesen Unfällen, die einer Szene Charme verleihen und die ich sorgsam zu bewahren versuche, wenn sie nicht den Erzählstrang zerschneiden.“

Auch die Schlussszene des Films, in der Isabelle, nachdem sie Magali und Gérald erfolgreich zusammengebracht hat, melancholisch in die Ferne blickt, beruhte auf einem dieser Zufälle. Rohmer ließ seiner Editorin Mary Stephen freie Hand und wurde schließlich von einer Aufnahme überrascht, die ohne das Wissen der Schauspielerin aufgenommen worden war. Später rechnete Rohmer diese Szene, zusammen mit einer weiteren, in der Rivière bei einer banalen Familiendiskussion nachdenklich vor sich hinblickt, zu den schönsten des ganzen Films. Stephen kommentierte: „Die Arbeit eines Editors […] besteht manchmal darin, die Absichten eines Regisseurs hervorzubringen, auch ohne dass er ausdrücklich danach verlangt hat, aus Bescheidenheit oder Selbstzensur. Das ist kein Umschreiben, weil es eher an die Restauration eines Bildes erinnert: Man bringt die verborgenen Pinselstriche wieder zum Vorschein.“

Herbstgeschichte war in Frankreich der kommerziell erfolgreichste Film des Zyklus. Wie schon bei Rohmers vorherigen Zyklen Moralische Erzählungen (Six Contes Moraux, 1962–1972) und Komödien und Sprichwörter (Comédies et proverbes, 1981–1987) wuchs auch die Zuschauerschaft der Erzählungen der vier Jahreszeiten über die Jahre hinweg an. Mit knapp 370.000 Kinobesuchern in ganz Frankreich (davon über 130.000 in Paris) wurde der Film allgemein als kleiner Triumph des fast 80-jährigen Regisseurs gewertet. Der Film hatte ein – für Rohmer relativ hohes, im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Spielfilmproduktionen aber unterdurchschnittliches – Budget von rund 17 Millionen Francs.

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnet den Film als „beschwingt erzählt“, obwohl er bei aller Gelöstheit das „existenzielle Thema der Glückssuche“ nie auf die leichte Schulter nehme. Er sei „sorgfältig inszeniert“; mit einer „dezenten Kamera und dem Schwerpunkt auf den pointierten Dialogen“ biete er subtile Unterhaltung, die zum „Nach- und Überdenken“ einlade.

Die Filmzeitschrift Schnitt schreibt, Rohmer führe „unbeschwert und scheinbar an der Hand“ durch die Geschichte und begleite seine Figuren zu ihren kleinen Alltäglichkeiten. Allerdings sei dem tunlichst abgeraten von Éric Rohmer, wer sich bei französischen Filmen langweile. Wer es jedoch „ruhig und romantisch“ möge und wen „all die guten Menschen“ nicht störten, der werde Herbstgeschichte mögen.-

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Cuento de primavera – Éric Rohmer

A una joven graduada en filosofía la invita a pasar un fin de semana en el campo una amiga, que también lleva a su padre y a su joven amante. Las circunstancias hacen que la joven y el padre de su amiga se queden solos. (FILMAFFINITY)

Die Philosophielehrerin Jeanne lernt die junge Natacha, deren Vater und dessen jugendliche Freundin Eve kennen. Dadurch gerät sie in ein Ränkespiel zwischen Tochter und Geliebter, das das eigentlich harmonische Beziehungsgeflecht der Personen bedroht. Der erste Teil von Eric Rohmers filmischem Zyklus "Vier Jahreszeiten" beschreibt in einer eleganten Inszenierung und mit leichter Hand das oft schwierige Miteinander der Menschen. Durch die Diskrepanz zwischen ihrem Denken und Handeln wird der Zuschauer auf einer ironischen Distanz gehalten, die es ihm ermöglicht, der Handlung ebenso amüsiert wie fasziniert zu folgen. 

Video 1 https://www.youtube.com/watch?v=KUTqXh6IaR8

Video 2 https://www.youtube.com/watch?v=_dorZlTAORE

Video 3 https://www.youtube.com/watch?v=JF0Jj3N3aIM

Video 4 https://www.youtube.com/watch?v=8F_v1oNgl98

Video 5 https://www.youtube.com/watch?v=vwdvAt7suK8

Video 6 https://www.youtube.com/watch?v=IfOiPdFY6kM

Cuento de primavera (título original: Conte de printemps) es una película francesa escrita y dirigida por Éric Rohmer en 1990. Es la primera de la serie Cuentos de las cuatro estaciones.

Una joven profesora de filosofía es invitada a pasar un fin de semana en el campo por una amiga, quien también lleva a su padre, que a su vez va acompañado de su joven amante, a la que su hija no soporta. Por determinadas circunstancias, la joven y el padre de su amiga quedan solos: entre ellos se entablará un escarceo amoroso que finalmente no fructificará

Protagonistas

Anne Teyssèdre
Hugues Quester
Florence Darel
Eloïse Bennett
Sophie Robin
Marc Lelou
François Lamore

 

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Frühlingserzählung (Conte de printemps) ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 1990 und bildet den ersten Teil des Zyklus Erzählungen der vier Jahreszeiten (Contes des quatre saisons). Regisseur und Drehbuchautor ist Éric Rohmer, einer der führenden Vertreter der Nouvelle Vague (franz. Neue Welle), dessen lapidarer Stil sich mit einer großen Liebe zu minutiöser Detailschärfe paart. Die Uraufführung des Films fand im Februar 1990 im Rahmen der Berlinale statt, wo Frühlingserzählung außer Konkurrenz im Wettbewerbsprogramm lief.

Jeanne ist eine junge Philosophielehrerin, die an einem Gymnasium im Großraum Paris ihren Vorbereitungsdienst leistet. Sie lebt bei ihrem Freund Mathieu, einem Mathematiker mit Hang zur Unordnung. Doch Jeanne, die eigentlich keine Unordnung mag, hält es darum nicht in seiner Wohnung aus, wenn er verreist und sie allein ist. Ihr eigenes Appartement wird aber momentan von ihrer Cousine Gaëlle in Beschlag genommen, der sie es überlassen hat und die sie auch nicht vor die Tür setzen will. Ohne zu wissen, wo sie die Nacht verbringen soll, geht Jeanne abends auf eine Party zur Wohnungseinweihung und kommt dort mit dem hübschen Mädchen Natacha ins Gespräch. Beide sind sich von Anfang an sympathisch und schließen schnell Freundschaft. Natacha, die am Konservatorium Klavier studiert, lädt Jeanne zu sich nach Hause ein und bietet an, ihr das Schlafzimmer ihres Vaters zu überlassen, der fast nie zu Hause übernachtet. Ihr Vater Igor ist Beamter im Kulturministerium und lebt bei seiner Freundin Ève, die kaum älter ist als seine Tochter. Jeanne nimmt die Einladung an, und beide verlassen die Party früh.

Am nächsten Morgen kommt Igor zu Hause vorbei, um ein paar Kleidungsstücke mitzunehmen, als Jeanne gerade duscht. Beide sind überrascht und verlegen; jeder entschuldigt sich beim anderen für sein Verhalten. Als Natacha vom Unterricht zurückkehrt, brennt sie förmlich darauf, die erste Begegnung von Jeanne mit Igor geschildert zu bekommen – sie kann Ève nämlich nicht ausstehen und wünscht sich nichts sehnlicher als eine andere Freundin für ihren Vater. Von nun an versucht Natacha mit mäßigem Geschick, Jeanne und Igor zusammenzubringen, wann immer sie es einrichten kann. Am Nachmittag fahren Natacha und Jeanne gemeinsam nach Fontainebleau zum Landhaus von Natachas Vater. Es ist der erste Besuch dort nach dem Winter, und der Garten zeigt sich im weißen Blütenkleid. Natacha erzählt von ihrem Verdacht, dass Ève und Igor am Verschwinden einer Halskette ihrer Großmutter, die sie, Natacha, eigentlich zum Geburtstag erhalten sollte, nicht ganz unschuldig sind. Immer wieder spricht sie dies Thema an und macht den beiden Vorwürfe. Ein paar Tage darauf treffen erstmals alle drei Frauen, Jeanne, Natacha und Ève, sowie Igor beim Abendessen aufeinander. Es entspannt sich eine hitzige Diskussion, in der die einzelnen Charaktere mit ihren wechselseitigen Vorlieben füreinander und besonders ihren Abneigungen gegeneinander hervortreten.

Am folgenden Wochenende fahren Natacha und Jeanne wieder zum Landhaus hinaus, doch diesmal ist auch Igor dort, leider, wie Natacha feststellen muss, zusammen mit Ève. Bei den Vorbereitungen zum Mittagessen kommt es zwischen Ève und Natacha zum Eklat, Jeanne versucht vergeblich zu schlichten, und Igor bringt Ève notgedrungen zum Bahnhof. Nachdem Natacha die verhasste Ève erfolgreich vertrieben hat, taucht plötzlich Natachas Freund, kaum jünger als ihr Vater, auf und beide setzen sich ebenfalls ab, so dass Jeanne und Igor allein zurückbleiben. Abends, im Hintergrund läuft eine Aufnahme, auf der Natacha Schumann spielt, kommen sich Igor und Jeanne zaghaft näher, sie gewährt ihm drei Wünsche: sich neben sie zu setzen, ihre Hand zu halten, sie zu küssen; doch damit ist es ihr genug und sie beendet das Spiel. Als Jeanne, wieder nach Paris zurückgekehrt, ihre Sachen aus Igors Schlafzimmerschrank herausnimmt, fällt ihr durch Zufall die langgesuchte Halskette vor die Füße, womit sich schließlich Igors und vor allem Èves Unschuld herausstellt. Nachdem sie sich in aller Herzlichkeit von Natacha, die voller Stolz ihre Halskette trägt, verabschiedet hat, kehrt sie in Mathieus Wohnung zurück, wo sie die Heimkehr ihres Freundes erwartet.

Hintergrund [contexto]

Mit Frühlingserzählung eröffnete Rohmer 1990 nach den Moralischen Erzählungen (Six Contes Moraux, 1962–1972) und Komödien und Sprichwörter (Comédies et proverbes, 1981–1987) seinen dritten und letzten Filmzyklus Erzählungen der vier Jahreszeiten (Contes des quatre saisons). Die weiteren Filme des Zyklus sind Wintermärchen (Conte d’hiver, 1992), Sommer (Conte d'été, 1996) und Herbstgeschichte (Conte d’automne, 1998). Die Anzahl der Filme, die die Vielfalt der Jahreszeiten einfangen und metaphorisch auf ihre Figuren beziehen, stand von Anfang an fest, nicht jedoch die einzelnen Szenarien, die Rohmer jeweils erst vier bis fünf Jahre vor dem jeweiligen Drehbeginn entwarf. Dennoch fand er nachträglich gemeinsame Strukturen und Symmetrien in den Filmen, insbesondere zwischen Frühlingserzählung und Herbstgeschichte, die beide um Gedanken und Intrigen kreisen, sowie zwischen Wintermärchen und Sommer, in denen sich die Situation der weiblichen und männlichen Hauptfigur gegenüber drei Vertretern des anderen Geschlechts spiegeln.

Allen Filmen ist zu eigen, dass sie wie der erste Zyklus (insbesondere Meine Nacht bei Maud) philosophische Fragen aufgreifen, diese jedoch mit den gewöhnlichen, eigensinnigen Figuren des zweiten Zyklus paaren, was zu einer Kluft zwischen Themen und Figuren führt. Zugleich unterstreicht Rohmer damit sein in einem Vorwort zu Balzac vertretenes Ideal, dass ein Autor in der Überfülle des Lebens verschwinden müsse. In einem Interview zu Frühlingserzählung in Le Figaro erklärte Rohmer seine Position als Filmemacher gegenüber dem Film: „Mein Blickwinkel ist nicht der von Gott, […] weil Gott seine Schöpfung versteht. Es ist derjenige von Platons Gyges, der im Film erwähnt wird. Gyges macht sich unsichtbar und kann am Spiel teilnehmen, aber nur als unvollkommener Beobachter, der keinen Zugang zum Geheimnis der Wesen hat. […] Das ist, was mich am Kino interessiert, das Geheimnis der Subjektivität zu achten.“

Ursprünglich sollte Wintermärchen der Beginn des Zyklus sein, der chronologisch durch die Jahreszeiten geführt hätte, doch Rohmer zog kurzfristig Frühlingserzählung vor. Der Ton ist gedämpfter, weniger von großen Gefühlen bestimmt als im Folgefilm. Der Film erinnert eher an ein Konversationsstück. Schon das Thema des Denkens und seiner praktischen Auswirkungen ist eines, das sich jedem cineastischen Spektakel entzieht. Die Hauptfigur, eine Philosophielehrerin, die Rohmer wie so häufig mit einem Neuling besetzte, einer jungen Frau, die ihm einen Brief geschrieben hatte, dass sie gerne mit ihm zusammenarbeiten würde, ist eine Beobachterin, sehr zurückgenommen, beinahe neutral gegenüber dem Geschehen. Wie Louise in Vollmondnächte oder Delphine in Das grüne Leuchten hat sie ihren Platz im Leben noch nicht gefunden, was sich schon darin zeigt, dass sie von einem zum nächsten Apartment springt, von der Stadt zum Land. Sie wird Zeuge weiterer Unordnungen: zerbrochener und geflickter Familien und Beziehungen zwischen Paaren, die Vater und Tochter sein könnten. Dabei wirkt die Vaterfigur mit ihrer großen, schlanken Gestalt und der Ungeschicklichkeit beinahe wie ein Double von Rohmer selbst.

Neben der Beschäftigung mit Philosophie entdeckte Rohmer Ende der 1980er Jahre auch die Musik neu, über die er 1998 den Essay Von Mozart zu Beethoven veröffentlichte. In Frühlingserzählung übertrat er mit der Verwendung von Filmmusik aus dem Off sogar eines seiner cineastischen Prinzipien, dass im Film nur zu hören sein sollte, was auch zu sehen ist. Es sind klassische Stücke von Beethoven und Schumann, die, wie ein für Rohmer ebenfalls ungewöhnlicher Dolly-Zoom, die Veränderung seiner Protagonistin untermalen, bis sie am Ende ihre beständigen Gedanken und Selbstanalysen überwindet und sich einfach gehenlassen und dem Zufall überantworten kann: dem Zufall in Form von Zahlen oder dem zufälligen Fund der Halskette und der damit aufgedeckten Wahrheit. Die Moral der Geschichte ist gewissermaßen eine Revision des Untertitels seines früheren Films Die Frau des Fliegers oder Man kann nicht an nichts denken.

Rezeption

Frühlingserzählung wurde von der Kritik positiv aufgenommen. Auch Rohmer selbst hatte eine besondere Vorliebe für den Film. Dennoch erreichte der Film nur ein Publikum, das etwa halb so groß war wie das seines Vorgängers Der Freund meiner Freundin im Jahr 1987. In Paris wurden rund 112.000 Kinobesucher gezählt.

Der Lexikon des internationalen Films urteilte: „Der erste Teil von Eric Rohmers filmischem Zyklus ‚Vier Jahreszeiten‘ beschreibt in einer eleganten Inszenierung und mit leichter Hand das oft schwierige Miteinander der Menschen. Durch die Diskrepanz zwischen ihrem Denken und Handeln wird der Zuschauer auf einer ironischen Distanz gehalten, die es ihm ermöglicht, der Handlung ebenso amüsiert wie fasziniert zu folgen.“

Die Katholische Filmarbeit beschrieb: „Wie Blumengebinde arrangiert der 70jährige Moralist des französischen Kinos die Personenkonstellationen stets neu und lotet so die Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit von Beziehungen aus. Im Mittelpunkt des ebenso elegant wie schwerelos inszenierten Frühlings-Märchens steht der geschliffene Dialog als die zivilisierteste Ausdrucksform des menschlichen Miteinanders, da er Rückschlüsse auf den Wesens- und Seelenzustand der Protagonisten ermöglicht. […] Dabei bestimmen Nachsicht und ironische Distanz die Inszenierung, die man amüsiert verfolgt, auch wenn dabei auf Schwächen des eigenen Charakters verwiesen wird.“

Roger Ebert kommentierte, dass in Rohmers Filmen gewöhnlich nicht viel Dramatisches passiere. Die Figuren seien üblicherweise zu abgelenkt von ihren eigenen Problemen, um sich allzu sehr um den Plot zu kümmern, in den Rohmer sie versetzt hat. So entstehe die Anziehungskraft der Filme vor allem durch den Charme der Figuren, die üblicherweise sympathisch, intelligent und bürgerlich seien, und denen der Zuschauer Erfolg bei ihrer Glückssuche wünsche, ohne aber schlaflose Nächte zu verbringen, wenn sie scheitern.

Bei Vincent Canby von der New York Times verfing der Charme der Figuren in Frühlingserzählung weniger als in anderen Filmen des Regisseurs: Die drei Protagonisten seien „ein sehr attraktives Trio von Rohmer-Prototypen“, allerdings „ohne die einnehmenden, selbsttäuschenden Eigenheiten, die die Arbeit des Regisseurs normalerweise auszeichnen.“ Insbesondere die von Florence Darel gespielte Natacha falle in ihrer herrischen, humorlosen Art ab gegenüber ähnlichen Figuren wie Béatrice Romand in Claires Knie oder Amanda Langlet in Pauline am Strand. „Sie ist so stark präsent, dass der Film nur dann abhebt, wenn sie nicht auf der Leinwand ist, was nicht oft vorkommt.“

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posteado por kalais 16/12/2022 - ch

Mittwoch, 27. Juli 2022

Boccioni: un añejo manifiesto futurista


 


Boccioni: escultura año 1913


 Este movimiento buscaba romper con la tradición, el pasado y los signos convencionales que la historia del arte consideraba como elementos principales a la poesía, el valor, la audacia y la revolución, ya que se pregonaba el movimiento agresivo, el insomnio febril, el paso gimnástico, el salto peligroso y la bofetada irreverente. Tenía como postulados: la exaltación de lo sensual, lo nacional y guerrero, la adoración de la máquina, el retrato de la realidad en movimiento, lo objetivo de lo literario y la disposición especial de lo escrito, con el fin de darle una expresión plástica. Rechazaba la estética tradicional e intentó ensalzar la vida contemporánea, basándose en sus dos temas dominantes: la máquina y el movimiento. Se recurría, de este modo, a cualquier medio expresivo (artes plásticas, arquitectura, urbanismo, publicidad, moda, cine, música, poesía) capaz de crear un verdadero arte de acción, con el propósito de rejuvenecer y construir un nuevo orden en el mundo.

El futurismo fue un movimiento fundamentalmente italiano. El poeta italiano Marinetti recopiló y publicó en el diario francés "Le Figaro" los principios del futurismo en el Manifiesto futurista el 20 de febrero de 1909. Al año siguiente los artistas italianos Giacomo BallaUmberto BoccioniCarlo CarràLuigi Russolo y Gino Severini firmaron el Manifiesto de los pintores futuristas. En 1944, año de la muerte de Marinetti, se concluye finalmente la experiencia futurista que ya desde hacía unos años se había comprometido con la academia, traicionando la inicial alma rebelde. El mismo Marinetti, no obstante continuase a declararse contrario a lo que él llamaba "passatismo", aceptó en 1929 la nombración de académico de Italia por parte del régimen fascista.

 


Por qué somos futuristas (Fragmento)/ Por: Umberto Boccioni (1882-1916)


En mis innumerables discusiones y conferencias tanto en Italia como en el extranjero, siempre he observado en los pintores, escultores, arquitectos y artistas en general la más completa ignorancia acerca de la finalidad de la obra de arte, la más ciega indiferencia acerca de la necesidad de que exista una estrecha relación histórica entre la obra y el momento en que ésta surge. Casi todos consideran la obra de arte como un hecho aislado. Un fenómeno cuya ejecución resulta más o menos grata. Casi todos confunden el acto de pintar, esculpir o construir con el acto de crear. Se engañan pensando que la lagrimita derramada por la primera tontería que se nos ocurre es señal de inspiración. Los pintores, por ejemplo, nuestros queridos y bohemios pintores, quieren pintar como sienten… los pobrecillos, y se estremecen si han de imponer un mínimo de control a sus emociones, seleccionarlas para magnificarlas. Todos, artistas, aficionados y público, tienen un pequeño bagaje de tiernos hábitos sentimentales que defienden a capa y espada y al que se niegan a renunciar incluso ante la evidencia de las verdades más elementales. Los miserables recuerdos azulados de la infancia, las oscuras influencias del atavismo, la languidez de la pubertad… toda esas estupideces: la educación familiar, la necia retórica de la tradición del 48 que nuestros padres y profesores han impuesto durante años, forman para casi todos los artistas con quienes he hablado una especie de blanda escanilla desde donde, acurrucados en la tibieza de su cobardía, se atreven a lanzar tímidas miradas al mundo.

En las naciones prósperas y maduras, como Francia, Inglaterra, Alemania, la gran mayoría de los artistas vive de explorar un rico acervo de tradiciones recientes, de formas generadas por su cultura, a la que corresponde una vigorosa vida social. Casi todas las manifestaciones artísticas adoptan en esos países una aparente modernidad que engaña a nuestros cenáculos… intelectuales Hasta ahora los italianos hemos copiado servilmente esas manifestaciones, guiándonos por las lujosas revistas de arte publicadas en Múnich, Berlín, París y Londres.

En los pueblos más jóvenes, como los escandinavos, los eslavos e incluso los americanos, que se asoman orgullosamente a la vida con ansias de afirmarse y deseos de poner término a siglos de anonimato, los artistas, cuando no practican un verismo grotesco, hurgan en los desvanes del folclore y barnizan el torpe y el sentimental balbuceo de su infancia histórica con lo que han aprendido en París y Münich. De todas formas, los cuantioso recursos financieros de esos países, su escasa tradición artística, el ímpetu maravilloso con que marchan hacia el futuro, favorecen la formación de una aristocracia de aficionados de vanguardia que compara y alienta las manifestaciones aristocráticas de los artistas de vanguardia.

En Italia –donde siempre se han recogido religiosamente los derechos estéticos de Europa que bajan por la cloaca bienal de Venecia- se ha producido un fenómeno artístico que sólo nos parece comparable con un acontecimiento político como la moderna afirmación de los japoneses que han superado su pasado bárbaro oriental.

De un solo golpe, un grupo de artistas geniales, animosos, enérgicos, enemigos de los libros, ha situado a Italia en la vanguardia de las investigaciones plásticas.

Y esto ha sucedido en Italia, donde las energías intelectuales son lastradas por el peso de una raída y humillante tradición milenaria, mezcla de ignorancia y mala fe; en esta Italia volcada totalmente a la tarea de establecer un orden económico y afirmar su unidad política y militar.

Resulta doloroso comprobar el grado de embrutecimiento en que yace la idealidad estética de nuestro gran país, que cuenta con cuarenta millones de habitantes, considerados los más inteligentes del mundo. Cuando los jóvenes de nuestra generación observan la evolución del arte italiano en el siglo XIX, se sonrojan de vergüenza y lloran de desesperación. Es casi imposible colmar el abismo de ignorancia, de cobarde apatía que separa Italia, llamada con arqueológica ironía el país del arte, de la sensibilidad estética de los otros países civilizados.

Quien ve hoy a Italia como el país del arte es un necrófilo que considera un cementerio como una deliciosa alcoba. De este odioso trópico los pintores futuristas nos reímos olímpicamente, para no escupirle a la cara o echar a patadas a cada lerdo que nos lo repite.

Hoy Italia es un país joven y fuerte que será grande ¡y basta! Hay que rehacerlo todo, espiritual y, por tanto, estéticamente. En cambio nos demoramos cultivando los mohos del pasado.

Se declara monumento nacional cualquier sucio y destartalado tugurio que aún ensucia las ciudades italianas. Se pierde el tiempo discutiendo acerca de ese basurero pictórico que es la plaza Delle Erbe de Verona, acerca de los hediondos canales de Venecia, acerca d ese miserable callejón de chamarileros que se llaman via Condototti en Roma, etcétera.

Se cataloga, se glorifica y se ilustra esa melancólica exposición mineralógica que es el foro romano. Se construyen paseos arqueológicos para que los atléticos holgazanes romanos, las jóvenes misses inglesas, las robustas parejas alemanas puedan besuquearse libremente mientras el eterno rufianesco cicerone italiano se fuma su medio toscano con filosofía. En Italia no falta el dinero, no falta la fuerza: faltan los cerebros modernos. Por cobardía odiamos lo nuevo. Somos cobardes en arquitectura e inferiores en todos los países; somos cobardes en música e inferiores en todos los países; cobardes en pintura, cobardes en escultura, cobardes en las artes decorativas, en el mobiliario, en los carteles, ¡en todo!

La historia de nuestro risorgimiento nacional ha sido explotada por una cáfila de escultores famélicos y deshonestos que han desfigurado toda Italia. Exposición tras exposición, nos muestran actualmente la extrema decadencia de una tradición quinientista que sólo consigue arrastrarse aún por la despreciable apatía de los artistas italianos, hijos de un país que debería llevarse la palma del sentido plástico.

Mafias, recomendaciones, protecciones delictivas, cobardías, todo vale con tal de vender y lucrar. Venencia, Milán, Florencia, Turín, Roma, Nápoles, Palermo son infames mercados de tela sucia, de plagios grotescos, de obscenidades escultóricas.

¡Plagio, mala fe, inconsciencia! Pensiones robadas, premios robados, prensa engañada o vendida; ¡y siempre cobardía por todas partes!

Concursos ignominiosos para el arte. Desvergonzada construcción de palacios, decorados y monumentos esperpénticos para la estupidez oficial de todo el mundo. La gesta de un negro sudamericano, la gloria de una nulidad anónima y provinciana siempre encuentran eco en la conciencia de un escultor, un pintor o un arquitecto italiano, siempre triunfa el concepto tradicional: puesto que Miguel Ángel recibió en encargo de la Capilla Sixtina, Rafael el de las Estancias, Leonardo el del Cénaculo, el artista italiano que recibe un encargo, ya se trate de un retrato, un decorado o un monumento, no se da cuenta de que cae y se envilece en la prostitución.

¡El dinero!…, ¡la posición segura!…, tal es el germen de todas las cobardías artísticas italianas. Recibir encargos del Gobierno, ser influyentes, recibir condecoraciones y enriquecerse… ¡Cobardes! ¡Cobardes! ¡Cobardes!

Comprobamos que la aspiración plástica que nos guía a los futuristas italianos se anticipa al menos en un siglo a la sensibilidad artística italiana. Pero una luminosa esperanza nos guía a través de la oscuridad de la ignorancia y de la indiferencia que imperan en nuestro país. ¡Es la certeza de que, en la inevitable y futura distribución del trabajo entre razas, sólo a Italia le tocará fundar un ideal estético supremo con el que podrán identificarse los hombres superiores de raza blanca! ¿Acaso es un sueño demasiado ambicioso?… La situación geográfica, las cualidades de nuestro temperamento, nuestra población en aumento, el predominio del Mediterráneo y la historia de los últimos años alientan nuestra esperanza. Como en la política, así en el arte, ¡preconizamos que Italia sea la única heredera futura de la latinidad!

¡Pero para lograrlo es preciso actuar con coraje y disciplina en la vida y en el arte! Es preciso tener el coraje de destruir y sojuzgar incluso lo que, por recuerdo o por costumbre, tendemos a apreciar. Es preciso cercenar las ramas viejas e inútiles, avanzar desnudos y feroces y mirar hacia delante hasta que nos estallen las pupilas. ¡Es preciso tomar partido, enardecer nuestra pasión, exacerbar nuestra fe en esta grandeza futura que todo italiano desea con suficiente entusiasmo! Para esto se necesita sangre, se necesitan muertos. El risorgimento italiano se hizo a hurtadillas, lo hicieron personas de bien y sin que corriese suficiente sangre. Habría que ahorcar, fusilar a los que se apartan de la idea de una gran Italia futurista. En el terreno del arte habría que andar a pistoletazos contra todos los artistas que hoy gozan de fama en Italia. ¡Estas viejas carroñas entorpecen la marcha de los jóvenes con un arte rastrero digno de la Italia del ministro Cairoli, digno de la Italia que masacraba Crispi, dingo de la Italia de Cavallotti, pacifista e internacionalista en medio de naciones armadas, ricas y temibles!

¡Los futuristas queremos dotar a Italia de una conciencia que la impulse cada vez más hacia el trabajo tenaz, hacia la conquista feroz! ¡Qué los italianos saboreen al fin el gozo embriagador de sentirse solos, armados, ultramodernos, en lucha contra todos y no descendientes soñolientos de una grandeza que ya no es nuestra! Lamentablemente, el italiano, que sabe jugarse la vida por una mujer, es incapaz de imponerse una disciplina, un amor ideal lejano, incapaz de concebir en abstracto el deber, la patria y la solidaridad. Por tanto es incapaz de concebir un arte que no lleve aparejado un éxito inmediato y una ganancia inmediata. En Italia cualquier mentecato cree que el egoísmo cotidiano es un derecho, confunde su vil interés con el individualismo. Entre nosotros, el ocio mental y social se consideran atributos de un temperamento aristocrático. Como si los millones de holgazanes parásitos, de indiferentes que viven del ocio en nuestros cafés, en nuestras academias, tuviesen derecho a llevar la vida que quieren o a hacer el arte que quieren. Sólo hay una ley para el italiano: el trabajo e Italia. Sólo hay una ley para el artista: la vida moderna y la sensibilidad futurista. ¡No toleramos objeciones! ¡En un país tan grande, tan bello, tan ascendente como Italia todo eclecticismo es una cobardía!

Como decíamos en nuestro prefacio al catálogo de la 1ª Exposición Futurista de París: “¡Somos futuristas porque un conjunto de concepciones estéticas, éticas, políticas y sociales son absolutamente futurista!” Esta unidad es la que se constituye la fuerza y la cohesión de nuestro movimiento. Esta unidad es la que falta totalmente en el cerebro italiano actual.

No entraré, sin embargo, en otros ámbitos, sino que me limitaré al que me es propio como pintor y escultor futurista. […]

Boccioni: dinamismo de un ciclista. 1913


[fuentes: https://lamecanicaceleste.wordpress.com/2020/09/13/por-que-somos-futuristas-fragmento-por-umberto-boccioni-1882-1916/ + > https://vanguardiaartisticasigloxx.wordpress.com/2015/08/07/el-futurismo-italiano/ 


posteado por kalais 27/7/2022 - ch