Freitag, 29. Dezember 2017

Lectura 53 - Blatt im Wind




Mascha Keléko
Blatt im Wind

Lass mich das Pochen deines Herzens spüren,
Dass ich nicht höre, wie das meine schlägt.
Tu vor mir auf all die geheimen Türen,
Da sich ein Riegel vor die meinen legt.

Ich kann es, Liebster, nicht im Wort bekennen,
Und meine Tränen bleiben ungeweint,
Die Macht, die uns von Anbeginn vereint,
Wird uns am letzten aller Tage trennen.

All meinen Schmerz ertränke ich in Küssen.
All mein Geheimnis trag ich wie ein Kind.
Ich bin ein Blatt, zu früh vom Baum gerissen.

Ob alle Liebenden so einsam sind?
Mascha Keléko
Leaf in the wind

Let me feel your heartbeat,
So that I can’t hear how mine is beating.
Open before me all the secret doors,
Because a bolt is closing mine.

I cannot, my beloved, confess it with words,
And my tears remain uncried,
The power, that unites us from the beginning,
Will separate us on the last day of all.

All my pain I drown in kisses.
All my secret I carry like a child.
I am a leaf, torn off the tree too early.

Are all lovers this lonely?

Hör auch das Gedicht BLATT IM WIND in https://learngermanwithg.wordpress.com/2017/03/22/poem-blatt-im-wind-mascha-kaleko 

* 07.06.1907, Chrzanów, Polen
† 21.01.1975, Zürich, Schweiz


Die aus einer russisch-jüdischen Familie stammende Mascha Kaléko (geborene Golda Malka Aufen) verlebt ihre Kindheit in Marburg/Lahn und Berlin. Neben einer Sekretärinnenausbildung und Büroarbeit für die Jüdische Gemeinde besucht sie Abendkurse in Philosophie und Psychologie u.a. an der Humboldt-Universität.

Ab 1930 veröffentlicht sie, gefördert von dem Kritiker Monty Jacobs, nach ersten Publikationen in der "Vossischen Zeitung" regelmäßig Gedichte im "Berliner Tagblatt", der "Welt am Montag" und anderen Berliner Tageszeitungen.
Kaléko schreibt neben Gedichten Lieder und Chansons, die von ihr selbst, von Claire Waldoff, Rosa Valetti, Annemarie Hase und Tatjana Sais im Radio und in Kabaretts vorgetragen werden. Ende der zwanziger Jahre steht sie in Kontakt mit der künstlerischen Avangarde Berlins, die sich im "Romanischen Café" trifft. Hier verkehrt sie mit Malern, Schauspielern und Literaten wie Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz.

Nach Angriffen durch die Nazi-Presse und ihrem Ausschluß aus der Reichsschrifttumskammer (August 1935) emigriert Kaléko schließlich 1938 mit ihrem zweiten Mann, dem Musikwissenschaftler Chemjo Vinaver, nach New York. Dort verfasst sie, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, u.a. Werbetexte für Toilettenartikel und Unterwäsche. Neben Dolmetschertätigkeiten für Vinaver, der weiter dirigiert und komponiert, bleibt ihr wenig Zeit für eigene Produktionen.

Erst 1945 erscheinen im Schoenhof-Verlag, Cambridge, Massachusetts, ihre "Verse für die Zeitgenossen". Eine Lizenzausgabe kommt in Deutschland als erste Veröffentlichung nach dem Krieg erst 1958 bei Rowohlt heraus. Sie beschert ihr das lang ersehnte Comeback. Ihre Bücher werden wieder aufgelegt, sie wird zu Lesereisen und Rundfunkinterviews eingeladen.


Nach zwei Europareisen in der zweiten Hälfte der 50er Jahre übersiedeln Vinaver und Kaléko 1960 nach Israel. Während dies für die Arbeit ihres Mannes eine bedeutende Rolle spielt, lebt Kaléko wie eine Touristin in Jerusalem. Krank und kraftlos, lernt sie nur wenig Hebräisch und bleibt weitgehend isoliert.

1968 stirbt überraschend Kalékos Sohn Evjatar, 1973 ihr Mann. Sie schreibt in der Folge eine große Zahl von Gedichten, die erst posthum veröffentlicht werden. 1975 stirbt Mascha Kaléko auf ihrer letzten Europareise in Zürich an Magenkrebs.

Heimweh, wonach ?

Wenn ich « Heimweh » sage,
sag ich « Traum ».
Denn die alte Heimat gibt es kaum.
Wenn ich Heimweh sage,
mein ich viel :
Was uns lange drückte im Exil.
Fremde sind wir nun im Heimatort.
Nur das “Weh”, es blieb.
Das “Heim” ist fort.


Memento

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang.

Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.

Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind ?

Allein im Nebel tast ich todenlang

Und lass mich willig in das Dunkel treiben.

Das gehen schmerzt nicht  halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr,_

 Und die es trugen, mögen mir vergeben.

Bedenkt : den eignen Tod, den stirbt man nur,

Doch mit dem Tod der andern muss man leben.

                                                                                    Mascha Kaléko

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Lectura 52 - Homunculus, creado en la probeta




Cuando la desidia se transviste de pereza corre a refugiarse en el alibi de “me faltó el tiempo”. Así justifico la escasa atención que dediqué a la inmensurable vida y obra de J.W. Goethe. Tarde ya para recobrar lo transcurrido, quizá quepa aquí unir fragmentos de esa prolífica existencia en un torso digno que soporte la falta de cabeza y miembros. Una partícula literaria de ese monumento quiere ahora amalgamarse en este breve ejercicio idiomático. Su pequeñez, implícita en su nombre (homunculus), viene impregnada con innatas potencialidades expansivas que el escritor mismo le adjudicó en un pasaje de su Fausto colosal. No descartamos adicionar a este post una continuación en otra página, a fin de no recargar la presente con menciones de las cuantiosas fuentes de consulta disponibles. A quienes el tema y el mito fáustico interese, no les será dificultosa ni estéril la búsqueda.- kalais

Fausto, en cuanto mito, es un héroe negativo que simboliza la eterna insatisfacción del hombre, sobre todo del hombre moderno, un hombre mucho más complejo que el medieval o el antiguo, al que ya no le bastan logros y comodidades materiales. Fausto es un hombre torturado por ansias nunca satisfechas, un hombre que se pasa la vida corriendo en pos de nuevas metas que nunca terminan de colmarle.


Goethe terminó de escribir la Segunda parte del Fausto en 1832, el año de su muerte. A diferencia de la Primera parte, el foco de la acción ya no está centrado en el alma de Fausto, entregada a Mefistófeles, sino más bien en sucesos de la historia, la política y el ámbito psíquico. Las dificultades de su representación escénica integral, seguramente previstas por el poeta, no impidieron que éste mantuviera la calificación de Tragödie que asignó a ese enciclopédico drama filosófico, apto más para reflexivas lecturas que para suscitar entusiasmos escénicos. Así y todo, su trama continúa inspirando representaciones teatrales, operísticas, fílmicas y aun espectáculos de la más actualizada música popular.


Zu den einzelnen Teilen und Versionen von Goethes Faust siehe: Urfaust, erster Entwurf, entstanden zwischen 1772 und 1775, postum 1887 erstveröffentlicht . Dann Faust. Ein Fragment, vollendet 1788, erschienen 1790 - Faust. Eine Tragödie. (auch Faust. Der Tragödie erster Teil oder kurz Faust I), erschienen 1808 und Faust. Der Tragödie zweiter Teil (auch kurz Faust II), erschienen 1832. - die Vokabel Tragödie ( Aussprache anhören) : Bocksgesang · Tragödie · Trauerspiel 




A lo largo de la Primera parte, Fausto va viviendo su insatisfacción. Lo conclusivo de la tragedia y el resultado de las acciones solo se revela en la Segunda parte. La Primera parte representa el pequeño mundo y acontece en el terreno de Fausto, el medio temporal. En contraste, la Segunda parte tiene lugar en el ancho mundo o macrocosmos. Revela un giro en la valoración del mundo para Fausto; cambia su manera de ver las cosas. Ha superado  el amor por Gretchen y ha descubierto su reciente entusiasmo por el poder, el arte, la belleza, la historia. Le falta la salvación, en la que intercede su primer amor y demuestra la conexión entre una parte y otra de la Tragödie, que es la representación de los ideales del romanticismo alemán, el predominio de  lo emocional o subjetivo sobre lo racional u objetivo. Sin embargo, se aconseja cautela a quienes llaman "romántico" a Goethe solamente apoyados en sus escritos iniciales del período "Sturm und Drang"...

 La obra constituye una parábola sobre el conocimiento científico, la religión, la pasión y la seducción, la independencia y el amor, entre otros temas. En términos poéticos, Goethe sitúa la ciencia y el poder en el contexto de una metafísica moralmente interesada. Fausto es un científico empírico que se ve forzado a enfrentarse a cuestiones como el bien y el mal, Dios y el diablo, la sexualidad y la mortalidad, los efectos del progreso intelectual y técnico. Las anticipaciones imaginadas y aun encaradas en la práctica, tendentes a la gestación alquímica de vida humana, tienen luengo arraigo en la mitología y en la historia. No poseen equivalencia – aunque tal vez fines similares – con la también antigua y actualísima fabricación de robots. Si el homunculus nace libre en su discernimiento y decisiones, el autómata depende de su programador. Cuando confluyan en una misma especie y género será la ocasión de comprobar o refutar la profecía del Übermensch nietzscheano.














Der Homunkulus, - oftmals auch Homunculus, (‚Menschlein‘) - bezeichnet einen künstlich geschaffenen Menschen. Die Idee des Homunkulus wurde im Spätmittelalter im Kontext alchemistischer Theorien entwickelt. Häufig erscheint der Homunkulus als dämonischer Helfer magischer Praktiken. In der Literatur wurde der Begriff « Homunculus » oft aufgegriffen, insbesondere um die mehrdeutigen Resultate bzw. Ergebnisse der technischen Erzeugnisse zu illustrieren. In J.W. Goethes zweitem Teil des Faust (zwischen 1825 und 1831) kommt ein künstlich erzeugtes, menschenähliches Lebewesen auf die Bühne. In der Philosophie der Wahrnehmung und der Philosophie des Geistes wird mit dem Begriff „Homunkulus“ auf die Idee Bezug genommen, dass es im Kopf nochmals ein Wesen gebe, das Reize wahrnehme und Erlebnisse habe. Wenn man etwa annimmt, dass in der visuellen Wahrnehmung ein Bild auf die Netzhaut [retina] projiziert wird, das dann als Bild in das Gehirn gesendet wird, dann müsste es im Kopf nochmals ein « Wesen » geben, das sich diese Bilder anschaut. Manche meinten, jene Fähigkeit wäre lokalisierbar in der Zirbeldrüse, Epiphysiscerebri oder kurz Epiphyse[epífisis], auch Glandula pinealis genannt. In der Neuroanatomie wird von einem sensorischen Homunkulus und einem motorischen Homunkulus gesprochen. Diese Homunculi entstehen als epistemische Hilfskonstruktionen, wenn man die Gehirnregionen den Körperteilen zuordnet, für die sie jeweils zuständig sind. 



Und nun ans Werk des lesens und des verstehens in den Strophen des Faust II, zweiter Akt : . Wagner am Herde. Homunkulus in der Phiole.  Mephistopheles hat den bewusstlosen Faust in seine alte Studierstube versetzt. Im Laboratorium nebenan trifft er Wagner, der gerade dabei ist, eine wissenschaftliche Großtat zu vollbringen und einen künstlichen Menschen zu schaffen, den Homunkulus. Das zarte Kunstgebilde vermag allerdings nur in seiner Phiole zu existieren. Bezeichnenderweise ist bei seiner Herstellung der Teufel anwesend. Homunkulus begrüßt ihn: „Du aber, Schalk, Herr Vetter, bist du hier? Im rechten Augenblick, ich danke Dir“ (6885–6886). Als Homunkulus, Faust erblickend, in dessen Gedankenspiegel liebliche Frauen sieht, darunter auch Helena, beschließt er, zur klassischen Walpurgisnacht nach Griechenland aufzubrechen. Mephisto, der nur wegen der Aussicht auf dort gastierende thessalische Hexen einwilligt, folgt Homunkulus und trägt den immer noch schlafenden Faust mit sich.

Laboratorium  (cita textual aunque segmentada)
 Im Sinne des Mittelalters, weitläufige unbehülfliche Apparate zu phantastischen Zwecken.

[WAGNER am Herde.]Die Glocke tönt, die fürchterliche, durchschauert die berußten Mauern. Nicht länger kann das Ungewisse der ernstesten Erwartung dauern. Schon hellen sich die Finsternisse; Schon in der innersten Phiole erglüht es wie lebendige Kohle, Ja wie der herrlichste Karfunkel, verstrahlend Blitze durch das Dunkel. Ein helles weißes Licht erscheint! O daß ich's diesmal nicht verliere! –Ach Gott! was rasselt an der Türe?



[MEPHISTOPHELES eintretend.]Willkommen!  es ist gut gemeint.

[WAGNER ängstlich.]Willkommen zu dem Stern der Stunde!Leise. Doch haltet Wort und Atem fest im Munde,Ein herrlich Werk ist gleich zustand gebracht.

[MEPHISTOPHELES leiser].Was gibt es denn? [WAGNER leiser.]Es wird ein Mensch gemacht. MEPHISTOPHELES.Ein Mensch? Und welch verliebtes Paar Habt ihr ins Rauchloch eingeschlossen?


[WAGNER].Behüte Gott! wie sonst das Zeugen Mode war,Erklären wir für eitel Possen.Der zarte Punkt, aus dem das Leben sprang,Die holde Kraft, die aus dem Innern drangUnd nahm und gab, bestimmt sich selbst zu zeichnen,Erst Nächstes, dann sich Fremdes anzueignen,Die ist von ihrer Würde nun entsetzt;Wenn sich das Tier noch weiter dran ergetzt,So muß der Mensch mit seinen großen GabenDoch künftig höhern, höhern Ursprung haben. Es wird! die Masse regt sich klarer!Die Überzeugung wahrer, wahrer:Was man an der Natur Geheimnisvolles pries,Das wagen wir verständig zu probieren,Und was sie sonst organisieren ließ,Das lassen wir kristallisieren.







MEPHISTOPHELES.Wer lange lebt, hat viel erfahren,Nichts Neues kann für ihn auf dieser Welt geschehn.Ich habe schon in meinen Wanderjahren Kristallisiertes Menschenvolk gesehn. 

WAGNER.Nur noch ein Wort! Bisher mußt' ich mich schämen,Denn alt und jung bestürmt mich mit Problemen.Zum Beispiel nur: noch niemand konnt' es fassen,Wie Seel' und Leib so schön zusammenpassen,So fest sich halten, als um nie zu scheiden,Und doch den Tag sich immerfort verleiden.Sodann ... 






MEPHISTOPHELESHalt ein! ich wollte lieber fragen: Warum sich Mann und Frau so schlecht vertragen?Du kommst, mein Freund, hierüber nie ins reine. Hier gibt's zu tun, das eben will der Kleine

[Die Seitentür öffnet sich, man sieht Faust auf dem Lager hingestreckt.][HOMUNCULUS erstaunt.]Bedeutend! –
[Die Phiole entschlüpft aus Wagners Händen, schwebt über Faust und beleuchtet ihn.] 

 [MEPHISTOPHELES.]

Was du nicht alles zu erzählen hast! So klein du bist, so groß bist du Phantast.Ich sehe nichts –HOMUNCULUS. Das glaub' ich. Du aus Norden, im Nebelalter jung geworden, Im Wust von Rittertum und Pfäfferei, wo wäre da dein Auge frei ! Im Düstern bist du nur zu Hause. 



HOMUNCULUS.

Den Menschen laß ihr widerspenstig Wesen,Ein jeder muß sich wehren, wie er kann,Vom Knaben auf, so wird's zuletzt ein Mann.Hier fragt sich's nur, wie dieser kann genesen.Hast du ein Mittel, so erprob' es hier,Vermagst du's nicht, so überlaß es mir. Ich leuchte vor.
[WAGNER ängstlich.]Und ich?




HOMUNCULUSEh nun,Du bleibst zu Hause, Wichtigstes zu tun.Entfalte du die alten Pergamente,Nach Vorschrift sammle LebenselementeUnd füge sie mit Vorsicht eins ans andre.Das Was bedenke, mehr bedenke Wie.Indessen ich ein Stückchen Welt durchwandre,Entdeck' ich wohl das Tüpfchen auf das i.Dann ist der große Zweck erreicht;Solch einen Lohn verdient ein solches Streben:Gold, Ehre, Ruhm, gesundes langes Leben, und Wissenschaft und Tugend – auch vielleicht. Leb wohl!

[WAGNER betrübt.Leb wohl! Das drückt das Herz mir nieder.
Ich fürchte schon, ich seh' dich niemals wieder.




MEPHISTOPHELESNun zum Peneios frisch hinab! Herr Vetter ist nicht zu verachten. [Ad spectatores.] Am Ende hängen wir doch ab von Kreaturen, die wir machten.   


  








Anmerkung :  in weiteren Strophen der Tragödie, besonders im Abschnitt « Am obern Peneios » kommt Homunkulus gelegentlich noch einige Male zur Sprache, doch ist er noch eingesperrt in der nährenden Phiole und sehnt sich auf Befreiung um Erfahrung zu sammeln.

Peneios: El río Peneo, nombre español del río del norte de Grecia, llamado actualmente Salamvrias o Salambria, en la antigüedad clásica tenía el nombre griego Πηνειóς (Peneios)  aunque también se hizo conocido por la forma latinizada Peneus. Es el principal río de la región de Tesalia, nace en la cordillera del Pindo  Su último trecho corresponde al célebre valle de Tempe, y desemboca formando un pequeño delta en el  mar Egeo. (A ese río hace referencia  El Tempe Argentino, libro de Marcos Sastre, de 1842, ameno relato lírico-científico sobre el delta del río Paraná, ver http://www.biblioteca.org.ar/libros/154414.pdf ).


Gounod: un Faust francés https://www.youtube.com/watch?v=Q7oVDMVXyqw&t=2521s 

A semejanza de la apuesta en torno de Job (Hiob) https://www.youtube.com/watch?v=ilGu98d8t0A  - ver también https://www.youtube.com/watch?v=bQteH_4eUPY


NOTA: Una traducción al español del pasaje del Faust II arriba transcripto se encuentra en el blog kalais si se clica aquí El hombrecillo de la probeta on 







Samstag, 9. Dezember 2017

Lectura 51 - Ausgestorbene Tiere

Video en Youtube https://www.youtube.com/watch?v=ucjJ-aDBoHM  

La implacable lucha de exterminio entre las especies (bacterianas, vegetales, animales y demás) fue considerada "natural" hasta que una de ellas logró transformarla en económica, política y de entretenimiento.-

 

Quellen: Wiki und https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/12895.html 


Der Mensch ist für die unwiederbringliche Ausrottung zahlreicher Tier- und Pflanzenarten verantwortlich. Durch Lebensraumzerstörung, Landnutzungswandel, Umweltverschmutzung, Klimaänderung und Verbreitung invasiver Arten trägt er direkt und indirekt dazu bei, dass die Aussterberate heute bis zu 1.000 Mal höher ist als natürlicherweise.


Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind bisher etwa 500 Millionen Tierarten ausgestorben, Das sind über 99 Prozent aller Tierarten.In dieser Liste werden in prähistorischer Zeit ausgestorbene Tiere und Pflanzen nicht aufgenommen, sondern nur solche, die in historischer Zeit ausstarben und relativ prominent sind. Die meisten wurden direkt (Jagd) oder indirekt (Habitatvernichtung) ausgerottet. Oder durch Einfuhr fremder Arten durch den Menschen.
Bereits im 17. Jahrhundert starben in entlegenen Regionen der Welt fremde Spezies durch kolonial agierende Europäer aus. Inselbewohner waren dabei ganz besonders betroffen. Auvh auf dem europäischen Festland sind unzählige Verluste zu beklagen.
Die folgende Übersicht stellt eine Auswahl einiger Tiere dar, die nach der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) weltweit als ausgestorben gelten. Die dargestellten Arten sind beispielhaft für eine ganze Riege von Lebewesen, für die es nie Schutzbemühungen gab oder für die jede Hilfe zu spät kam. Heute schreitet das Artensterben noch schneller voran als bisher. Der NABU hilft mit, den Artenschwund aufzuhalten. [Riege : Aufstellung nacheinander, besonders untereinander unter einem bestimmten Gesichtspunkt aufgeführter Personen oder Sachen ]






                            

Als Charles Darwin 1833 die Falkland-Inseln besuchte, war der knapp schäferhundgroße Falklandwolf (Dusicyon australis) noch allgegenwärtig. Sechs Jahre später wurden Prämien für erlegte Tiere gezahlt. Das letzte bekannte Exemplar starb 1876 in der Shallow Bay im Westen der Insel. [otros nombres :  guará, también llamado zorro-lobo de las Malvinas, zorro o lobo malvinense, "'Lobo Austral"' o zorro antártico]. 




"Dead as a dodo“, sagen die Briten über die Dronte, die bereits Ende des 17. Jahrhunderts ausgestorben ist – ausgestopfte Exemplare existieren nicht und mussten deshalb rekonsruiert werden. Berichten zufolge war das Gefieder der Dronte blaugrau.

Die über 100 Jahre alte Galapagos-Riesenschildkröte „Lonesome George“ hielten die Wissenschaftler für die letzte Galápagos-Schildkröte. Sie (er) starb im Juni 2012. Die Nachricht ging um die Welt. Doch später sind weitere Exemplare der  Gattung aufgetaucht .   



Der Tasmanische Beutelwolf  (Thylacinus cynocephalus) - wegen seiner auffälligen Streifen am Hinterleib auch Beuteltiger genannt - war mit einer Schulterhöhe von 60 Zentimetern und einer Rumpflänge von bis zu 130 Zentimetern das größte fleischfressende Beuteltier, das in geschichtlicher Zeit auf dem gesamten australischen Kontinent lebte. Als die Schafe in Tasmanien als Nutztiere eingeführt wurden, sahen die Farmer die Beutelwölfe als Bedrohung für ihre Herden und begannen diese gnadenlos zu jagen. In den 1830er-Jahren setzte die Regierung sogar eine Belohnung von 25 Cent für den Kopf eines Beutelwolfes aus. Im Jahr 1900 galt die Art bereits als selten. Verschiedene Zoos nahmen den Beutelwolf in ihren Bestand auf, es gelang jedoch nie eine Nachzucht.



Auerochsen, auch Ur genannt, waren ursprünglich in großen Teilen Europas und Asiens verbreitet. Mit einem Kopfumfang von über drei Metern, einer Schulterhöhe von bis zu 1,88 Metern bei den Bullen und einem Gewicht von bis zu einer Tonne war der Auerochse bis zur letzten Eiszeit eines der mächtigsten Landtiere Europas. Die Nachfahren dieser Tiere nach der Eiszeit waren jedoch deutlich kleiner. Zum Aussterben des Urs hat die die zunehmende Besiedlung Europas und die damit einhergehende Zerstörung seines Lebensraumes durch die fortschreitende Rodung der Wälder und die immer intensivere Landwirtschaft beigetragen. Die Bestände wurden darüber hinaus stark durch die Jagd dezimiert. Der letzte Auerochse in Deutschland wurde um 1470 in Bayern geschossen. Am längsten überlebte die Art in Osteuropa, vor allem in Litauen und Masowien (Polen). [en español lo llamamos "auroch" o "uro", bóvido salvaje muy parecido al toro, aunque de mayor tamaño 





Das prähistorische Schnabeltier Obdurodon brachte es immerhin auf gut einen Meter Größe - und knackte unter anderem Schildkröten. [siehe hier noch eine Anwendung von « bringen »]

Bei der Ankunft des Menschen gab es in Neuseeland neun Moa-Arten. Bei zwei davon aus der Gattung Dinornis erreichten die Weibchen ein Gewicht von etwa 250 Kilogramm. Archäologische Funde zeigen, dass die Laufvögel von den ersten Siedlern gejagt wurden und rasch verschwanden.


Fazit (Schlussbemerkung = en suma): Mit Ausnahme Afrikas fällt das abrupte Artensterben mit der erstmaligen Einwanderung des modernen Menschen Homo sapiens zusammen.Für die meisten Forscher ist darum der Mensch der wahrscheinlichste Täter im sogenannten Quartären Massensterben. Dass Menschen viele Spezies der Megafauna jagten und aßen, ihre Felle und Knochen nutzten, ist zumindest für die letzte Eiszeit für Eurasien und Nordamerika bestens belegt.- Bis dahin kann kaum von ethischem Bewusstsein gesprochen werden. Die Frage wäre: Wann müssten die Menschen, als Einzelpersonen und als Gesellschaft, für jedes getötete Lebewesen verantwortet und gestraft werden? 

Anexo: Patagonia, costa letal https://www.youtube.com/watch?v=AMLtDVQbO2g  

Es waren nur wenige Beispiele. Genug für heute.